CZ 2019

 

Hilfe für schwerstkranke Menschen
Stiftung Celler Netz hilft Schwerstkranken und sterbenden Menschen rund um die Uhr

 

CELLE. „Austherapiert“ – diese furchtbare Diagnose trifft Patienten wie einen Keulenschlag ins Gesicht. Viele Gefühle entstehen in dieser Situation, Patient und Angehörige reagieren kopflos. In dieser Krise hilft der Hospiz- und Palliativstützpunkt, der 2010 von der Stiftung Celler Netz aufgebaut wurde. „Ziel dieser Stiftung ist es, den Betroffenen ein menschenwürdiges Leben und Sterben zu ermöglichen, möglichst so lange wie möglich zu Hause“, sagt Dr. Nicola Dern. Die Ärztin gehört zu einem Team von Palliativärzten. Sie arbeiten Hand in Hand mit qualifizierten Pflegediensten, um eine optimale Betreuung der Patienten zu gewährleisten. Dazu gehört nach einem Erstbesuch eines Patienten zur Einschätzung der palliativen Versorgung auch ein Krisenplan für unerwartet auftretende Situationen des Patienten. „Es gibt immer einen diensthabenden Arzt“, betont Dr. Dern, „der bei Bedarf auch Hausbesuche macht.“
Aber auch die Angehörigen benötigen Unterstützung. „Es ist wichtig, dass jemand zuhört“, weiß Dr. Dern aus langjähriger Erfahrung. Schließlich sind nicht nur organisatorische Dinge zu klären wie ein Pflegebett, Medikamente, Hilfsmittel etc. Die Versorgung eines Angehörigen mit begrenzter Lebenszeit bedeute eine enorme emotionale Belastung für die ganze Familie. Bei Bedarf können Angehörige psychosoziale und seelsorgerische Angebote in Anspruch nehmen. Die ehrenamtlichen speziell geschulten Mitarbeiter des Hospiz Ambulant übernehmen bei Bedarf Zeiten der Betreuung, damit Angehörige etwas erledigen oder auch einfach mal nur durchatmen können.
Rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche, sind qualifizierte Pflegekräfte immer ansprechbar. Aufgrund ihrer zusätzlichen Qualifikation und langjährigen Erfahrung sowie der engen Absprache mit dem diensthabenden Arzt ist so eine individuelle palliative Betreuung gewährleistet. „Das Wichtigste ist, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung Betroffener zu erhalten und zu fördern“, lautet das Ziel der Stiftung Celler Netz. „Denn schon lange wissen wir, dass der größte Wunsch Schwerstkranker ist, die letzte Lebenszeit zu Hause in der vertrauten Umgebung mit den vertrauten Menschen zu verbringen. Auch alleinstehende Menschen äußern immer wieder, zu Hause sterben zu wollen. Am meisten fürchten sich die Betroffenen vor den Krisen, die in der Nacht und am Wochenende auftreten, da steht der betreuende, vertraute Arzt in der Regel nicht immer zur Verfügung“, sagt Dr. Dern. Die Stiftung Celler Netz hat es sich zur Aufgabe gemacht, in diesen Situationen die Belastung für Patienten und Angehörige so weit wie möglich zu reduzieren.

 

STIFTUNG Celler Netz

Schwerstkranke Menschen, die keine Aussicht auf Heilung haben, und Sterbende benötigen eine spezialisierte ambulante Palliativbehandlung (SAPV), die ihre Beschwerden lindert. Die sogenannte Palliativversorgung kann stationär oder ambulant erfolgen – auf beides haben Versicherte einen Anspruch. Hilfestellung in dieser schwierigen Lebenssituation leistet der Hospiz- und Palliativstützpunkt, der 2010 von der Stiftung Celler Netz aufgebaut wurde. Mit der Gründung der Stiftung haben sich die fünf gemeinnützigen Organisationen Allgemeines Krankenhaus Celle, Hospizbewegung Celle Stadt und Land, Hospiz-Haus Celle, Onkologisches Forum Celle sowie die Gemeinnützige Pfingsten‘sche Stiftung vernetzt. Seit diesem Jahr wird diese Arbeit vom Evangelischen Kirchenkreis unterstützt. Die Stiftung arbeitet eng mit der Palliativärzte Celle GbR zusammen. Patienten, die unheilbar krank sind, nur noch eine begrenzte Lebenszeit haben und unter starken Schmerzen, Luftnot oder Ängsten leiden, haben einen Anspruch auf eine palliative Pflege zu Hause. Erster Ansprechpartner sind die Koordinatorinnen der Stiftung, die von 8 bis 18 Uhr erreichbar sind. Diese zusätzlich qualifizierten Krankenschwestern Alletha Münker, Gerda Strube sowie Ann-Marie Kühling besprechen persönlich und vor Ort jeden einzelnen Fall. Sie organisieren den Einsatz der 16 Pflegedienste mit 85 Palliativ-Care-Kräften sowie der Palliativärzte für rund 350 Patienten im vergangenen Jahr. Damit ist eine Erreichbarkeit rund um die Uhr gewährleistet, bei Bedarf auch Hausbesuche. Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Finanzierung der Betreuung. Grundlage ist eine Verordnung des Haus- oder Facharztes. Die Stiftung übernimmt für den Patienten die gesamte Abrechnung mit den Krankenkassen für die Leistung der Ärzte und Pflegedienste. Diese Arbeit kann durch Spenden unterstützt werden, um eine zusätzliche Betreuung zu gewährleisten.

von Gabi Trapp

 

CZ 2017

 

Sicheres Netz am Lebensende

Stiftung Celler Netz hilft Schwerstkranken und sterbenden Menschen rund um die Uhr

 

CELLE. Schwerstkranke Menschen, die keine Aussicht auf Heilung haben, und Sterbende benötigen eine spezialisierte ambulante Palliativbehandlung (SAPV), die ihre Beschwerden lindert. Die sogenannte Palliativversorgung kann stationär oder ambulant erfolgen – auf beides haben Versicherte einen Anspruch.
Hilfestellung in dieser schwierigen Lebenssituation leistet der Hospiz- und Palliativstützpunkt, der 2010 von der Stiftung Celler Netz aufgebaut wurde. „Ziel der Stiftung ist es, Betroffenen ein menschenwürdiges Leben und Sterben in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen“, sagt Dr. Joachim Brauer, Geschäftsführer der Stiftung und von Beginn an dabei. Mit der Gründung der Stiftung haben sich die fünf gemeinnützigen Organisationen Allgemeines Krankenhaus Celle, Hospizbewegung Celle Stadt und Land, Hospiz-Haus Celle, Onkologisches Forum Celle sowie die Gemeinnützige Pfingsten‘sche Stiftung vernetzt.
Sie arbeiten eng mit der Palliativärzte Celle GbR zusammen. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung wird seit 2009 von den Krankenkassen bezahlt. Patienten, die unheilbar krank sind, nur noch eine begrenzte Restlebenszeit haben und unter starken Schmerzen, Luftnot oder Herzattacken
leiden, haben einen Anspruch auf eine Pflege zu Hause. Dabei wird keine Versorgung nach Stoppuhr geleistet.
Koordinatorin UlrikeAlletha Münker bespricht persönlich und vor Ort jeden einzelnen Fall. Sie klärt mit Patienten und Angehörigen, welche Maßnahmen erforderlich sind. Sei es die Organisation eines Pflegebettes, eine individuelle Schmerztherapie in Absprache mit dem Hausarzt und die Abstimmung
mit den Krankenkassen – der Patient muss sich um nichts kümmern. Münker organisiert den Einsatz der 16 Pflegedienstemit 64 Palliativ-Care-Kräften
sowie der sieben Palliativärzte. Damit ist eine Erreichbarkeit rund um die Uhr gewährleistet, auch Hausbesuche auf Abruf.
„Das Team ist unglaublich am Patienten orientiert“, zeigt sichDr. Brauer beeindruckt. „Das Wichtigste ist, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung
Betroffener zu erhalten, zu fördern und zu verbessern“, fasst er zusammen.
Das gilt auch für Angehörige. Sie können bei Bedarf psychosoziale Beratung und seelsorgerische Angebote in Anspruch nehmen. Die für diese Aufgabe geschulten ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hospizbewegung wirken sehr entlastend. Sie sind kompetente, einfühlsameGesprächspartner, übernehmen
aber auch Zeiten der Betreuung, sodass Angehörige Verpflichtungen außer Haus wahrnehmen oder sich einfach eine Auszeit nehmen können.
Die Stiftung Celler Netz fängt Patienten rund um die Uhr auf, jeder Einsatz wird nach Zeit berechnet. Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Finanzierung der Betreuung. Grundlage ist eine Verordnung des Haus- oder Facharztes nach Prüfung des Anspruchs. Der Patient muss lediglich einmal für
die Beratung und die Ortsbesichtigung sowie eine tägliche Pauschale bezahlen. Über die Stiftung wird das Büro der beiden Koordinatorinnen Ulrike-Alletha Münker und Gerda Strube sowie der Mitarbeiter bezahlt. Sie übernehmen für
den Patienten die gesamte Abrechnung mit Ärzten und Pflegediensten. Diese Arbeit kann mit Hilfe einer Spende unterstützt werden.
 

Nachgefragt bei Ulrike-Alletha Münker, Koordinatorin
Die Koordinatorinnen UlrikeAlletha Münker und Gerda Strube sind examinierte Krankenschwestern mit langjähriger Erfahrung und Zusatzausbildung.
Im Gespräch mit CZ-Mitarbeiterin Gabi Trapp beschreibt Münker ihre Arbeit.
Wird die Pflege sterbenskranker Menschen zu Hause immer mehr ein Thema?

Schon lange wissen wir, dass der größte Wunsch Schwerstkranker ist, die letzte Lebenszeit zu Hause in der vertrauten Umgebung mit den vertrauten Menschen zu verbringen. Selbst alleinstehende Menschen äußern immer
wieder den Wunsch, zu Hause sterben zu wollen. Somit ist die Pflege Sterbenderzu Hause ein anhaltendgroßes Thema.

Was ist die größte Sorge der Betroffenen? Am meisten fürchten die Betroffenen sich vor den Krisen, die in der Nacht und am Wochenende auftreten, da steht der betreuende, vertraute Arzt in der Regel nicht zur Verfügung. Und die Pflegekräfte aus der Regelversorgung dürfen ohne direkte Anordnung des behandelnden Arztes keine notwendigen Medikamente einsetzen. Diese Medikamente müssen dann auch aufwendig besorgt werden. Das endet dann meist in einer unerwünschten Krankenhauseinweisung.

Wie viele Patientenhaben Sie im vergangenen Jahr betreut? Im Jahr 2016 haben wir 278 Patienten versorgt.
Wie verarbeiten Sie persönlich die Schicksale? Das Wesentliche ist einerseits das Selbstverständnis und die Definition von „Erfolg“, mit der wir unserer speziellen Aufgabe begegnen. Es ist wichtig, sich auch im eigenen persönlichen Leben mit den Fragen um die Endlichkeit auseinanderzusetzen und nicht davor zu fliehen. Unser Erfolg liegt darin, gemeinsam mit all unserem Können und aller Empathie den Betroffenen in dieser schweren Zeit alles zu geben, was das Erleben von Lebensqualität ermöglichen kann und ein behütetes Gefühl vermittelt. Zudem ist eine gute eigene Psychohygiene unabdingbar. Dazu gehört einerseits ein harmonischer Umgang miteinander und der Austausch innerhalb des SAPV-Teams als auch die eigene Fürsorge jedes einzelnen für sich persönlich. Das kann ein erfüllendes Hobby sein oder einfach ein gutes, kraftspendendes privates Umfeld.

von Gabi Trapp

 

 

Celle 17. September 2010

 

Grußwort von Stadtrat Stephan Kassel anlässlich der Einweihung der Räumlichkeiten der Stiftung Celler Netz, Hospiz- und Palliativstützpunkt

 

Sehr geehrte Frau Fischer, meine sehr geehrten Damen und Herren,
zunächst darf ich Ihnen die herzlichsten Grüße von Herrn Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende und Herrn Landrat Klaus Wiswe übermitteln. Beide bedauern sehr, dass sie heute nicht hier sein können und haben mich gebeten, sie zu vertreten.

Als Sozialdezernent der Stadt Celle freue ich mich, dass Sie hier in der Fritzenwiese Ihr neues gemeinsames Domizil bezogen haben.

Für die beteiligten Einrichtungen möchte ich begrüßen:
Herrn Judick für das AKH, Frau Dr. Götz von Olenhusen für die Hospiz-Bewegung Celle Stadt und Land, Frau Wegener für das Hospizhaus, Herrn Dr. Lutz für das Onkologische Forum und Frau Pfingsten für die Pfingsten´schen Stiftung
Die Zusammenarbeit zwischen den genannten Einrichtungen kann unter dem gemeinsamen Dach nun noch besser werden und ich bin sehr erfreut darüber, dass der Hospiz- und Palliativstützpunkt Celle damit weiter gestärkt wird.
Sie setzen sich mit Erfolg dafür ein, dass Persönlichkeit und Einzigartigkeit des sterbenden Menschen bis zum letzten Augenblick seines Lebens geachtet wird und dass die Angehörigen in dieser schweren Lebensphase nicht allein gelassen werden. Für die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter erfordert es ein großes Maß an Einsatzbereitschaft und Verbindlichkeit, um hospizliche Versorgung sicher zu stellen.

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
in Thomas Manns „Die Buddenbrooks“ wird sehr detailliert der Tod der alten Konsulin Buddenbrook geschildert. Hochbetagt und schwer erkrankt ringt sie tagelang „mit dem Leben um den Tod“, wie es bei Thomas Mann heißt. Am Sterbebett hat sich ihre Familie

versammelt und harrt bei ihr aus bis zuletzt. Jahrhundertelang war es die Familie im „Großen Haus“, wie es heißt, in der Jung und Alt mit ihrem Gesinde gemeinsam immer wieder den Kreislauf von Geburt und Tod durchlebten.
Der französische Historiker Philippe Ariès spricht vom „gesellschaftlich gezähmten Tod“, der als individuelles Ereignis in die Gemeinschaft eingebunden war und vom Beistand der ganzen Familie, der Freunde oder etwa der Mitbrüder im Kloster begleitet wurde. Der Sterbende stand im Mittelpunkt. In manchen Bauernhäusern war noch bis in das vergangene Jahrhundert hinein ein bestimmtes Zimmer als Sterbezimmer vorbereitet: Ein Ort für das Sterben mitten im Leben.
Das änderte sich Anfang des 19. Jahrhunderts. Mit der Bildung von Klein-Familien, der so genannten Intimisierung der Familie (Vater, Mutter, Kind) veränderte sich das familiäre Miteinander. Die Veränderungen im Zuge der Entwicklung der modernen Medizin und des Ausbaus des Krankenhauswesens haben dazu geführt, dass Schwerstkranke und Sterbende zunehmend zur Behandlung (eigentlich zum Sterben) in stationäre Einrichtungen eingewiesen werden.
Der Prozess des Sterbens wurde mehr und mehr aus der Familie, aus dem Leben ausgegrenzt und ist in die Verborgenheit der Institutionen verschwunden.
Es ist das Verdienst der Hospizbewegung, das hier in den letzten Jahren ein Umdenkungsprozess begonnen hat.
Ursprünglich war ein Hospiz eine Herberge für Reisende. Heute dient der Begriff Hospiz als Symbol für die umfassende und ganzheitliche Begleitung eines unheilbar Kranken in der Endphase seines Lebens. Hospiz ist ein Konzept, eine Haltung, eine Einstellung.
Sterbenden ein Leben in Würde bis zuletzt zu ermöglichen, ist nicht nur Ziel der Hospizbewegung, sondern Merkmal jeder humanen Gemeinschaft. Die Begleitung Sterbender ist immer auch ein Zeichen gelebter Solidarität.
Einen Punkt möchte ich noch ansprechen, der mir ganz wichtig erscheint. Ehrenamtliche Helfer werden häufig als Laienhelfer oder Laien bezeichnet. Ehrenamtliche Tätigkeit wird professioneller Tätigkeit gegenübergestellt. Das ist falsch.
Die ausgebildeten ehrenamtlichen Hospizhelfer erhalten zwar keine Vergütung; sie leisten jedoch professionelle Arbeit. Ehrenamtliche Tätigkeit kann nicht nur, im Bereich der Sterbebegleitung muss sie professionell sein. Tatsächlich stehen sich gegenüber:

Professionell und unprofessionell bzw. ehrenamtlich und vergütete Tätigkeit.
Hier gibt es kein Konkurrenzdenken, sondern ein gemeinsames Wirken hauptamtlicher und ehrenamtlicher Kräfte im Interesse der Menschen, die auf Ihre Fürsorge und Zuwendung angewiesen sind.

Denn Palliativpflege ist Teamarbeit! Entsprechend der ganzheitlichen Ausrichtung des Konzeptes der palliativen Medizin und Pflege ist eine multi- und interdisziplinäre Zusammenarbeit unerlässlich. Um den vielschichtigen Bedürfnissen des schwerst-Erkrankten und Sterbenden gerecht werden zu können, sind im Team Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Sozialarbeiter und Seelsorger sowie Familienmitglieder und ehrenamtliche Helfer gleichermaßen wichtig.
Ich sage dies ganz bewusst. Das ehrenamtliche Engagement ist das Herz der Hospizbewegung und wird dies auch in Zukunft bleiben. Auch die neue Förderung der ambulanten Hospizarbeit über die gesetzliche Krankenversicherung sieht keine Vergütung der ehrenamtlichen Sterbebegleitung selbst vor, sondern die Förderung einer Fachkraft für die Anleitung und Begleitung der Ehrenamtlichen bzw. die palliativpflegerische Beratung.
Für ein produktives soziales Arbeiten im Sinne des Hospizgedankens ist eine gelungene, von gegenseitiger Achtung getragene Zusammenarbeit zwischen den Pflegekräften und den ehrenamtlichen Hospizhelfern unerlässlich. Die Basis dafür ist gegenseitiger Respekt und Anerkennung.
Die Begleitung schwerstkranker Menschen erfordert ein hohes Maß an fachlicher, persönlicher, psychosozialer und spiritueller Kompetenz.
Allem voran gilt dabei: Wir dürfen die Kranken und Pflegebedürftigen in unserer Mitte nicht allein lassen. Die Menschen sollen an der Hand eines anderen sterben können. Für diese Einsicht stehen alle soeben genannten Organisationen. Sie tragen dazu bei, Sterben wieder als eine Phase des Lebens zu verstehen und anzunehmen, statt es als ein peinliches Missgeschick mit tödlichem Ausgang zu behandeln. Sie lehren uns alle einen anderen Umgang mit dem Sterben und dem Tod und zeigen uns, dass es Wege gibt, um den Menschen ihre verständliche Angst vor dem Sterben zu nehmen. Dieser Arbeit gilt mein uneingeschränkter Respekt.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

 

 

CZ 14.01.2009

 

Hilfe für schwerstkranke Menschen: "Stiftung Celler Netz" gegründet

 

Neue Organisation soll Kräfte im Palliativbereich bündeln
Landesweiten Vorbildcharakter hat das „Celler Netz“, dessen verschiedene Organisationen sich um die Betreuung alter, pflegebedürftiger, insbesondere krebserkrankter und sterbender Menschen sowie deren Angehörigen kümmern. Ab sofort hat dieses Netz einen Mittelpunkt: die „Gemeinnützige Stiftung Celler Netz Hospiz- und Palliativstützpunkt“. Sie wurde gestern aus der Taufe gehoben.

Von Michael Ende

 

CELLE. Nicht allein gelassen werden sterbende Menschen und deren Familien im Landkreis Celle. „Vor rund 20 Jahren gab es bei uns in der Betreuung Krebskranker erste Projekte. Heute gibt es ein enges Netzwerk kooperierender Organisationen; die Palliativarbeit ist hoch angesehen - aber die Finanzierung ist oft ein Problem. Das gehen wir jetzt an und gründen eine Stiftung, die alle Aktivitäten in diesem Bereich bündeln und koordinieren soll“, sagte gestern Klaus  Wiswe, Celles Landrat und  Vorstandsvorsitzender des Allgemeinen Krankenhauses Celle (AKH).

 

Als „denkwürdig“ stufte Wiswe den Moment ein, als Vertreter der Vereine Onkologisches Forum und Hospiz-Bewegung Celle Stadt und Land, der Hospiz-Haus gGmbH sowie der  Stiftungen Allgemeines Krankenhaus und Gemeinnützige Pfingsten'sche Stiftung den Vertrag zur Gründung der „Gemeinnützigen Stiftung Celler Netz Hospiz- und Palliativstützpunkt“ unterzeichneten. Jeder der Unterzeichner stellt der neuen Stiftung einen Betrag in Höhe von 10000 Euro zur Verfügung. Wiswe gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass dieses Grundvermögen von Cellern, die ihren Mitmenschen Gutes tun wollten, aufgestockt werde: „Wenn die derzeitige Euphorie anhält, wird die Arbeit der neuen Stiftung auf gesunden Beinen stehen.“

 

Der Vorstand der Stiftung setzt sich aus Celles Landrat und Oberbürgermeister, einer führenden Persönlichkeit aus der hiesigen Hospiz- und Palliativarbeit sowie dem Verleger der Celleschen Zeitung zusammen - derzeit somit aus Klaus Wiswe, Erster Stadträtin Susanne Schmitt, Annemarie Fischer und Ernst Andreas Pfingsten.

Jetzt solle umgehend ein Geschäftsplan der „Stiftung Celler Netz“ erarbeitet werden, hieß es. Dann könne man zukünfti-genGönnerngenau sagen, wofür ihr Geld eingesetztwerden solle.
Mit vereinter Kraft die „Gemeinnützige Stiftung Celler Netz Hospiz- und Palliativstützpunkt“ aus der Taufe gehoben (von links): Manfred Lux, Vorsitzender des Onkologischen Forums, CZ-Verleger Ernst Andreas Pfingsten, Mechthild Endler, Vorsitzende der Hospizbewegung Celle Stadt und Land, Landrat und AKH-Vorstandsvorsitzender Klaus Wiswe und Stephan Judick, Geschäftsführer der Hospiz-Haus gGmbH.

CZ 2009

 

 

CZ 30.01.2010

 

Ein Logo für die Stiftung „Celler Netz“:

Handabdrücke symbolisieren Kooperation

 

Studentin aus Hannover stellt den Namen mit ihrem Siegerentwurf bildhaft dar
CELLE (psg). Die gemeinnützige „Stiftung „Celler Netz Hospiz- und Palliativstützpunkt“ hat ab sofort ein Logo. „Wir brauchten etwas, das sich mit unserem Namen verbinden lässt“, beschreibt Vorstandsmitglied Rosemarie Fischer die Ausgangssituation. Deshalb schrieb die Stiftung die Gestaltung des Logos aus. Die Studenten der Fachrichtung Gestaltung des b.i.b. International College in Hannover versuchten sich an dieser Herausforderung. Als zusätzliche Motivation winkten Preisgelder für die drei besten Arbeiten.

 

14 Vorschläge reichten die Studenten ein. Die Ergebnisse bezeichnete Fischer als „hervorragend gelungen“. Einen gemeinsamen zweiten Platz belegten Tim Stelter und Birte Mußmann mit ihren Arbeiten. Als Siegerin setzte sich Anthea Schäfer durch, die neben den Namensschriftzug der Stiftung fünf Handabdrücke positionierte. Diese symbolisieren die fünf gemeinnützigen Organisationen, die sich mit der Gründung der Stiftung zusammengeschlossen hatten.

 

Im Januar 2009 waren die Gemeinnützige Pfingsten'sche Stiftung, die Hospiz-Bewegung Celle Stadt und Land, das Hospiz-Haus Celle, das Onkologische Forum Celle und die Stiftung Allgemeines Krankenhaus eine Kooperation eingegangen. Jede der fünf Stiftungen hat einen unterschiedlichen Schwerpunkt in der Unterstützung und Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen.

Das Logo stelle den Namen der Stiftung „bildhaft dar“, so Fischer. Für die Gestaltung selbst gab es keine konkreten Vorgaben. Mit der Entgegennahme des Preises übertrug die Siegerin die Nutzungsrechte des Logos an die Stiftung. Diese möchte es nun als Briefkopf im Schriftverkehr, auf der Homepage und bei von der Stiftung durchgeführten Veranstaltungen als Erkennungsmerkmal nutzen. „Wir möchten verstärkt an unserer Außendarstellung feilen“, sagt Fischer. Ziel ist es dabei, dass die Arbeit der Stiftung in der Celler Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird.

CZ 2010

 

 

CZ 15.09.2010

 

Palliativstützpunkt lädt zum Tag der offenen Tür

 

CELLE (gu). Seit kurzem hat die Stiftung Celler Netz Hospiz- und Palliativstützpunkt ihre neuen Räumlichkeiten bezogen. Zusammen mit der Hospiz-Bewegung Celle Stadt und Land sowie dem Onkologischen Forum residiert das Celler Netz nun in der Fritzenwiese 117. Am Freitag, 17. September, 16 bis 18 Uhr, ist die Bevölkerung aus Stadt und Landkreis eingeladen, die neuen Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen.

 

Unter dem Dach der Stiftung Celler Netz haben sich die fünf gemeinnützigen Organisationen Allgemeines Kran-kenhaus Celle, Hospiz-Bewegung Celle Stadt und Land, Hospizhaus, Onkologisches Forum und die Pfingsten'sche Stiftung zusammengeschlossen. Ihr Auftrag: Die noch bessere Vernetzung von Hospiz- und Palliativarbeit. „Beim Tag der offenen Tür wollen wir diese Idee in die Öffentlichkeit tragen“, erklärte Rosemarie Fischer vom Celler Netz.

 

Am Freitag wird daher die Arbeit der Stiftung vorgestellt, zudem präsentieren sich der Großteil der Mitgliedsorganisationen. Die Räumlichkeiten der Hospiz-Bewegung und des Onkologischen Forums können ebenfalls besichtigt werden. Des Weiteren werden Informationen zu dem neuen Angebot der Speziellen Ambulanten Palliativversorgung gegeben, die im Juli an den Start gegangen ist und bei der die Stiftung als Träger fungiert.

CZ 2010